*grummel*
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Wir sind mittags von Kyoto mit dem Schinkansen-Schnellzug losgefahren und sind circa um 17 Uhr angekommen, am tokioer Bahnhof. Von da aus musste ich leider allein weiter, weil ich in einem anderen Hostel untergebracht war als Nicole. Leider, leider! Denn um zu dem Hostel zu kommen, musste ich einmal umsteigen und dann nochmal eine halbe Stunde laufen. Als ich ankam, war ich so nass geschwitzt, dass das Mädel an der Rezeption mich gefragt hat, ob es regnen würde. Das Hostel an sich war eine Katastrophe. Im Erdgeschoss befanden sich im Living-Room -nur durch Pappwände abgetrennt- die Toiletten und die Duschen. Die Duschen bestanden aus kleinen Plastikboxen, in denen ich zu jeder Seite ungefähr 10 Zentimeter Platz hatte. Nach oben ebenso…. Duschen gestaltete sich also schwierig. Dazu kam, dass ich der Meinung bin, die haben in den vier Nächten in denen ich da war nicht einmal geputzt. Im ersten Stock war unser Zimmer. In der ersten Nacht waren wir in einem 6-er Zimmer untergebracht mit 4 anderen Typen, die alle geschnarcht haebn. Antje ist erst um 1 angekommen und wir waren dann noch bis 2 Uhr wach und mussten um 7 Uhr schon wieder aufstehen. Ziemlich kurze Nacht, besonders, weil ich die ganze Zeit wach gelegen habe, trotz Oropax.
In der zweiten Nacht konnten wir umziehen in einen 4er Raum. ZUm Glück blieben die anderen Betten in den folgenden zwei Nächten leer, so dass wir den Raum für uns alleine hatten. Allerdings war die Klimaanlage durch die Plastikwand zum anderen Raum genau in der Mitte getrennt und der andere Raum hatte die Kontrolle über die Klimaanlage. Sehr ärgerlich. Und da das Fenster sich nicht öffnen lies, hatten wir die ganze Nacht und den Tag stinkige 30 Grad in der stinkigen Bude. Ziemlich übel, aber man gewöhnt sich dran. Die Matratze war so durchgelegen, dass man jede Feder spüren konnte und da man 24/7 geschwitzt hat und ein eckliges Bett hatte, brauchte ich auf die ersten krassen Allergieanfälle nicht lange warten…. *g* wie immer……
Das Bild will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
Davon abgesehen: Tokio ist eine krasse Stadt. Unglaublich viele Menschen sind unterwegs… zu Fuss…in der Metro…überall! Auf unserem (Antje & ich) Weg zur Konferenz mussten wir immer einmal umsteigen. Die U-Bahnhöfe sich unglaublich groß. Allein um unterirdisch von der einen zur anderen U-Bahn zu kommen, haben wir manchmal 15 Minuten zu Fuß gebraucht. Auf den Treppen gibt es Pfeile, die anzeigen auf welcher Seite der Treppe man hoch oder runter geht. Nicht alle U-Bahn-Linien gehören zu einer Gesellschaft, deswegen muss man öfters mal ein zweites Ticket kaufen oder ein Transfer Ticket, um umsteigen zu können. Fast alles ist mit japanischen Schriftzeichen ausgeschildert, man findet nicht überall englische Wegweisert oder Erklärungen und eher unerwartet sprechen wenige Japaner englisch.
In der Nähe von Shibuya findet man die krasseste Strasse überhaupt in ganz Tokio! Hier bekommt man den abgefahrendsten Kram den ich je gesehen habe. Schrille Kostüme, die neuesten Trends in japan, z.B. Kleider, in denen man aussieht wie ein Püppchen…ein Pink-Punk oder sonstwas….künstiche Fingernägel mit riesigen kitschigen Blumen, Sternen und anderem Glitzi-Blitzi-Kram drauf (siehe Foto).
Veröffentlicht unter 1
Japan ist ja schon geil. Aber was völlig nervt ist, dass ich die ganze Zeit bad hairday habe, weil mein Lockenstab nicht funktioniert. Wenn ich den über den Adapter anschließen weht ein laues Lüftchen aus dem Lockenstab und deswegen kein Volumen für Astrids Haare. Das nur zur Erklärung warum ich auf allen Fotos so doof aussehe, die hier noch folgen werden. *g*
Nun zu den wichtigen essentiellen Sachen.
Am zweiten Tag in Kyoto sind wir morgens zu zwei Tempeln in der Nähe des Hauptbahnhofs gewandert. Zum Nishi- und zum Higaschi Hongan-Ji. Im Higasch-Tempel konnten wir eine kleine Zeremonie beobachten, bei der buddistische Mönche gesungen haben. Nach einem kurzen Abstecher zur To-Ji Pagode mussten wir auch schon zurück zum Hotel um uns mit Stefan Kopp und Christian Becker-Asano zu treffen.
Letzterer hat für uns ein Treffen im ATR bei der IRC Arbeitsgruppe. Dort wurde für uns eine Demo durchgeführt, die Gänsehaut verursacht. Der Leiter der Arbeitsgruppe Hiroshi Ishiguro entwickelt Roboter, die Menschen zum verwecheln ähnlich sehen. Zwar ist die Funktionalität äußerst eingeschränkt und benutzt Wizard of Oz Techniken, trotzdem gruselig! Links seht ihr den Robocup Champion aus Kyoto! Der war süß!
Abends ging es dann in ein super Restaurant im obersten Stockwerk der Kyoto Station. Nicole und ich sind dann nach dem Essen nochmal allein losgezogen und haben die Spielhölle aufgesucht: Paschinko wollte ich spielen. Ich habs nicht gecheckt. Meine tollen Mini-Kugeln sind 12 Mal ins Loch gegangen, aber gewonnen habe ich trotzdem nichts. Keine Ahnung wie das funktioniert und leider weit und breit kein Mitarbeiter, der englisch spricht. Tja!
Am nächsten Tag sind wir zu viert mit einem Rundreisebus unterwegs gewesen und haben den goldenen Tempel, einen Shinto Schrein und anderen coolen Sightseeing-Stuff!
Seite in schlichtes braun getarnt, entpuppte es sich zu Hause beim auspacken als krass-rotes-glitzer-Disco-Hörnchen. Die Astrid hat sich derweil einen Kabelhasi geleistet (und sich später geärgeret, dass sie den Kabelfrosch nicht auch gekauft hat).
Wir hatten die Zimmernummer 616. Und siehe da: Wir haben die passende Bar für uns gefunden.
Außerdem toll war das Keitan Sushi (oder wie auch immer man das schreibt).
Da konnte man sich essem vom Laufband runternehmen oder einfach etwas bestellen. Und schupps kommt ein Schinkansen (Schnellzug) und bringt es Dir. Das war ein tolles Erlebnis: Video
Veröffentlicht unter Geschichten, die das Leben schreibt, Japan, Unglaubliches
Nach über 20 Stunden Reise sind wir gestern endlich in Kyoto im Hotel angekommen und schwupps saßen wir wie die Geier vorm Internet: Videotelefonie ausprobieren, E-Mails checken, Studivz-Pinnwandeinträge zum Geburtstag begutachten (übrigens lieben Dank an alle, die mir geschrieben haben! *knuutsch*).
Aber eins nach dem anderen. Zuerst natürlich sind wir ab Düsseldorf über London nach Tokyo. Das wären schonmal 14 Stunden Flug- und Wartezeit. In Tokio dann erstmal den Japan-Rail-Pass einlösen und den netten Japaner bewundern, der uns dann bis Kyoto Sitzplatzreservierungen ausgestellt hat. Rein in die erste Bahn nach Tokio Innenstadt. Angenehm dabei ist, dass der Zug fast leer war, klimatisiert ist und soviel Beinfreiheit hat, dass man Tango tanzen könnte – eine Wohltat nach dem Flugzeug. Fahrzeit dann nochmal eine Stunde. Die vielgerühmte japanische Pünktlichkeit in puncto Zügen stimmt hier noch! Dann in Tokyo umsteigen. Der Bahnhof war monströs groß. Und dann weiter mit dem Hikari-Schinkansen nach Kyoto. da ließ die Pünktlichkeit leider nach, denn mitten auf der Strecke blieb der Schinkansen wegen „heavy rain“ auf der Strecke stehen. Nach 5 anstatt zwei einhalb Stunden dann endlich Ankunft in Kyoto. Punktlandung bei 20 Stunden Reisezeit. *g* Übrigens: Die Zugbegleiter, Kaffeedamen und Sicherheitsleute machen die Abteiltür auf, reden ganz viel, verbeugen sich dann und dann gehts erst los mit Kaffee verkaufen, Karten abstempeln etc. und dasselbe Spiel nochmal beim rausgehen.
Nach dem einchecken und Testen, ob das Internet in japan genauso funktioniert wie in good old Germany, sind wir noch im Dunkeln zwei Tempel gucken gegangen und dann noch einen Happen essen in einem winzigen MIni-Lokal, wo wir unser neues Lieblingsgetränk gefunden haben: schmeckt wie Gin Tonic, und meins war durchsichtig mit nem rosa Schimmer. Wie könnte es da nicht mein neues Lieblingsgetränk sein? Das allerbeste ist jedoch, dass man bei den größeren Restaurants sich sein Essen im Schaufenster schonmal angucken kann, als Plastikversion!!!
So! Geschafft! Die Letzte mündliche Prüfung bei Herrn Hoppe liegt hinter mir: Gestaltung Interaktiver Lehr-Lern-Systeme. Zum Glück hat Herr Hoppe uns nicht beim Lernen beobachten können. Die beste Strategie ist nämlich zu den einzelnen Themen lustige Geschichten zu erzählen, dann kann man sich den Sachverhalt besser merken. Mit einem Lächeln, oder besser gesagt unglaublich viel Gekicher, geht nämlich alles besser. Einige Ausschnitte aus unserer fiktiven, zusammenfantasierten Prüfung:
Nicole (als Herr Hoppe): Frau P., würden Sie bitte Gibbsons Affordance-Theory erläutern?
Astrid (als Frau P.): Aber natürlich, sehr gerne Herr Hoppe. Die Kernannahme ist, dass wir wahrnehmen mit dem Ziel mit unserer Umwelt zu interagieren. Wenn ich also Kaffedurst habe, dann nehme ich meine Umwelt wahr mit dem Ziel Kaffee zu trinken. Und Ihr Kaffeebecher Herr Hoppe fordert mich dann geradezu auf, ihn zu nehmen und Ihnen Ihren Kaffee wegzutrinken.
Nicole (Immer noch als Herr Hoppe): Sehr gut Frau P.. Wenn Sie mir noch einen Schluck drin lassen würden…. Ja sehr nett, danke Ihnen. Nächste Frage…..
Ansonsten ein paar Regeln die beim Lernen beachtet werden sollten:
Liebe Mädels: Vielen Dank fürs lernen!
Der MKO hat gesprochen! *g*
Und für die Vorfreude auf L.A. brauche ich natürlich auch einen Soundtrack. Mit dabei sind folgende Songs:
Veröffentlicht unter Hm..., Los Angeles
Ich dachte, falls ich Heimweh bekomme, mach ich mir vorher noch einen Soundtrack übers Ruhrgebiet.
Ich packe meinen MP3-Player und nehme mit:
Fällt Euch noch was ein, was unbedingt auf die Liste müsste?
Veröffentlicht unter 1
Mein Mixtape steht schon. Muss nur mal wieder meinen altmodischen analogen Walkman rauskramen (ja ich hab so einen!). *g*
Veröffentlicht unter 1
Für alle, die es noch nicht wissen: Ich bin ein fast-ganzer-halber-viertel-Ostfriese, oder so ähnlich. Und meine geliebte Mama nannte mich die halbe Kindheit Bellhex. Warum das so ist, siehe man im Ostfriesisch-Wörterbuch oder hier.
Damit hab ich den Ruf weg und kann un ganz ungeniert leben. Wunderbar!
Veröffentlicht unter Geschichten, die das Leben schreibt, Hm..., Privates, Unglaubliches
Verschlagwortet mit nickname
OH MANN! Die lustigen Geschichten wie ich das erste mal Civilization IV gespielt habe, kennt der ein oder andere ja schon. Für, die sie nicht kennen:
Ich habe nieeeee Computerspiele gespielt. Bis ich angestachelt durch das ganze Gerede über den FLOW auch mal ausprobieren wollte, wie das so ist. Und ich bin prompt hängengeblieben.
Das erste mal habe ich 20 Minuten gebaucht um mit der Maus-Navigation zurechtzukommen, das rundenbasierte Spiel zu verstehen und gleichzeitig die 10.000 Informationseinheiten zu verarbeiten, die mein Freund maschinengewehrartig auf mich abgefeuert hat. Nachdem die 1:1 Betreuung ihm zu langweilig wurde, saß ich allein vor meiner neu errichteten Stadt. Und das 4 Stunden lang bis 12 Uhr nachts. Danach hatte ich einen Rücken, der aus einem einzigen Krampf bestand und war furchtbar aufgewühlt.
Das zweite Mal war schon entspannter.Die Spielzeitbegrenzung hat geholfen. Allerdings komme ich mir vor wie ein Idiot, wenn ich meinen Freund wegen jeder Entscheidung zu Rate ziehen muss.
Das dritte bis fünfte Mal war unauffällig.
Das sechste Mal hat mir Angst gemacht: Gespielt habe ich bis halb zwölf. ich hab den Computer ausgemacht und bin sofort schlafen gegangen. Aber der Krieg, den Montezuma gegen mich geführt hat ging in meinem Kopf weiter. Ich konnte zuerst nicht einschlafen und bin dann nachts mit Alpträumen aufgewacht. Montezuma hatte gerade Mekka zerstört.
Seit dem stelle ich mir einen Wecker und höre eine Stunde vorher auf, bevor ich schlafen gehe. Das funktioniert.
Jetzt haben wir uns ein CrossoverKabel gekauft und haben gestern das erste mal eine intime zu-zweit-Lanparty veranstaltet. Das hat echt Spaß gemacht. Ich kriege Anleitung und mein Freund kann innerhalb einer Runde gucken was ich mache und seinen eigenen Zug machen. Alles sehr experimentell. Er hat das vorher auch noch nicht gemacht.
OH Mann??? Ja, Oh Mann. Weil mir Daddeln jetzt richtig Spaß macht. Und das mitten in der Lernphase! So´n Mist!
Veröffentlicht unter Geschichten, die das Leben schreibt, Hm..., Privates
Verschlagwortet mit Computer Games, Lan-Party, Spielsucht